Die Bedeutung der Gürtelfarben

 

Einmal den schwarzen Gürtel zu erlangen, ist wohl das Ziel jedes Karatekas. Dieses Ziel zu erreichen erfordert weder übermenschliche Kräfte noch

andere geheimnisvolle Qualitäten. Es erfordert zur Hauptsache Geduld und Trainingsfleiss!

 

Der Weg zu den Meistergraden (Dan) führt über mehrere Schülergrade (Kyu). Die nachfolgende Aufstellung zeigt deren Reihenfolge:

Also der typische Karate-Anzug ist aus Baumwolle und wird Gi genannt, er ist weiß und besteht aus Oberteil (Uwagi) und Hose (Zubon). Das Karate-Gi entwickelte sich aus dem traditionellen Unterkleid, das unter dem Kimono getragen wurde. Noch heute findet man es als traditionellen Hausanzug auf

japanischen Märkten. Der Gürtel (Obi) diente ursprünglich nur dazu, die Jacke zusammenzuhalten. Ob und wann das Gürtelsystem mit den unterschiedlichen Farben aus dem Judo übernommen wurde, ist nicht genau bekannt. Die Farben geben Aufschluss über den Leistungsstand

der Schüler, ähnlich wie unser Schulsystem, sie dokumentieren die Schüler- (Kyu) und Meistergrade (Dan). Im Shotokan-Karate, wie wir es anbieten, legt der Schüler neun Prüfungen (9.-1.Kyu) ab, bevor er sich der Prüfung zum ersten Meistergrad stellen darf.

gürtelfarbenweiß = Unbefleckte Farbe, der Träger ist noch unwissend

gelb = Die Erde (charakterisiert den Erdboden als den Anfang, auf dem

das Folgende wächst)
orange = Die Sonne (die Früchte sprießen, die Saat geht auf)
grün = Die Frucht (es sind Früchte entstanden)
blau = Der Himmel (stellt den Himmel dar, eine Grenze ist erreicht, was

nun zu Höherem befähigt)

braun = Alle Farben/Symbole vereinigt (etwas Großes ist im Kommen)
schwarz = Den Meister seiner selbst (die Farbe des Meisters, die alle

anderen Farben in sich vereint und Achtung und Ehrfurcht einflößt)

 

So wird ein Gürtel gebunden: